Archive for the ‘Kurzfilm’ Category

The Maker (2011)

Sonntag, Oktober 14th, 2012

Nun bin ich tatsächlich überfragt: Was wäre das Hasen-Äquivalent zu einem Homunkulus? Wer es weiß, möge es mir mitteilen. Derweil präsentiere ich euch dieses kleine Filmchen zur entspannten Betrachtung an einem herbstlichen Sonntagabend: Eine seltsame Kreatur begibt sich in einen Wettlauf mit der unerbittlichen Sanduhr, um fortan nicht länger allein zu sein. Schaurige Häschen sind spätestens seit David Lynchs Inland Empire höchst mondän. Und am Ende rettet uns die Musik — oder aucht nicht.

Mrs Nicholsons seltsamer Traum

Samstag, Oktober 6th, 2012

Im Jahre 1924 schrieb die kalifornische Tribune-American Newspaper einen Wettbewerb aus, bei dem die Leser_innen ihre seltsamsten Träume einschicken sollten. Der ungewöhnlichste Beitrag wurde dann in einem Kurzfilm verarbeitet. Gewinnerin war Mrs L.L. Nicholson aus Oakland, die sich in ihrem Traum auf die Suche nach ihrem verlorenen Kind machte. Strange indeed.

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Lifeline (2009)

Freitag, September 14th, 2012

Sagt es etwas aus, dass die letzten Filme, die ich euch hier präsentierte, allesamt nicht unbedingt als „fröhlich“ zu beschreiben wären? Hier ist jedenfalls ein weiterer aus dieser Stimmungslage: Lifeline von Andres Salaff. Ich gebe zu: Das Ende ist ein wenig kitschig. Ihr mögt es mir verzeihen.

Fisher (2011)

Freitag, August 31st, 2012

Fisher lebt vereinsamt und ausgegrenzt in einer kleinen Hütte an der Küste. Eines Tages veranlasst ihn eine Verkettung ungünstiger Ereignisse zu einer unfreiwilligen Reise der Selbsterkundung auf den Weiten des Meeres. Melancholisch, jedoch nicht ohne Hoffnung.

Wie weit stehe ich neben mir?

Samstag, August 4th, 2012


Ihr mögt mir bitte verzeihen, wenn ich bei diesem Post etwas ins Schwärmen gerate. Mit Skhizein erschuf der französische Regisseur Jérémy Clapin ein Fragment; einen Kurzfilm, der andeutet, aber nicht erklärt; eine vorsichtige Annäherung, ein meditatives Kreisen, welches die Betrachtenden nach dreizehn Minuten aufgewühlt zurücklässt. Henry, der von einem Meteoriten getroffen wurde, war vor diesem Zwischenfall „normal“ gewesen – doch nun schwebt er 91 cm neben sich in der Luft. Er ist – im wörtlichen Sinne – verrückt. Doch damit möchte er sich nicht abfinden: Nach ergebnislosen Therapiesitzungen begibt sich auf ein Feld, um sich erneut treffen zu lassen, in der Hoffnung zurückversetzt zu werden.

Der Titel Skhizein kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „abspalten“: Analog zu Adornos in der Minima Moralia geäußerten Überzeugung, dass über das beschädigte Leben in der bestehenden Gesellschaft nur in Versatzstücken geschrieben werden könne, ist auch Skhizein melancholisches Versatz- und Bruchstück über eine gespaltene Existenz, die sich auf einer Fluchtlinie, auf der Suche nach einem Ausweg befindet.

Semiconductor #2: 20 Hertz

Sonntag, Juli 22nd, 2012

20 Hz observes a geo-magnetic storm occurring in the Earth’s upper atmosphere. Working with data collected from the CARISMA radio array and interpreted as audio, we hear tweeting and rumbles caused by incoming solar wind, captured at the frequency of 20 Hertz. Generated directly by the sound, tangible and sculptural forms emerge suggestive of scientific visualisations. As different frequencies interact both visually and aurally, complex patterns emerge to create interference phenomena that probe the limits of our perception.

Introducing Semiconductor: Brilliant Noise

Dienstag, Juli 17th, 2012

Für diejenigen unter euch, die sich schon immer die Frage gestellt haben, wie sich Space Weather wohl genau anhören mag: Semiconductor geben euch die Antwort darauf. Das britische Künstler_innen-Duo, bestehend aus Ruth Jarman und Joe Gerhardt, erschafft seit 1999 u.a. aus dem Bildmaterial der NASA kleine eindrucksvolle, bisweilen verstörende Videokunstwerke.

Brilliant Noise takes us into the data vaults of solar astronomy. After sifting through hundreds of thousands of computer files, made accessible via open access archives, Semiconductor have brought together some of the sun’s finest unseen moments. These images have been kept in their most raw form, revealing the energetic particles and solar wind as a rain of white noise. This grainy black and white quality is routinely cleaned up by NASA, hiding the processes and mechanics in action behind the capturing procedure. Most of the imagery has been collected as single snapshots containing additional information, by satellites orbiting the Earth. They are then reorganised into their spectral groups to create time-lapse sequences. The soundtrack highlights the hidden forces at play upon the solar surface, by directly translating areas of intensity within the image brightness into layers of audio manipulation and radio frequencies.

Kurzfilme mit kleinen Robotern #3: Little big love (2004)

Sonntag, Juli 1st, 2012

Wir setzen die Reihe fort, doch ich muss euch warnen: Dieser hier ist wirklich traurig. Thomas Mankovsky schreibt: „Love is hard when you’re a little robot in a big world.“ Ich bin geneigt, dem zuzustimmen.

Cassini Mission

Montag, Juni 25th, 2012

Saturn … und dahinter die Unendlichkeit: Chris Abbas hat die Bilder der Cassini-Huygens-Mission, bei der zwei Raumsonden zum Saturn und seinen Monden geschickt wurden, zu einem beeindruckenden Kurzfilm montiert, den ich euch gerne präsentiere. Bei aller Bildgewalt verliert die Kritik an der Mission jedoch nicht ihre Berechtigung. Blinde Begeisterung für den technischen Fortschritt ist auch hier fehl am Platz.

Mehr Roboter-Content: Hum (2007)

Montag, Juni 18th, 2012

Vielleicht sollten wir daraus eine Reihe machen: „Kurzfilme mit kleinen Robotern darin“. Würden wir damit die Herzen unserer Leser*innen erwärmen? Who knows? Nummer zwei ist jedenfalls das Filmchen „Hum“ des dänischen Zeichners Søren Bendt aus dem Jahre 2007. Diesmal zwar nicht Retro, trotzdem sehenswert (und auch ein bischen niedlich).