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Noch mehr Querverweise

Freitag, Juni 8th, 2012


Bild des Tages ist der eisige Saturn-Mond Tethys vor dem Gasriesen, aufgenommen vom NASA-Raumschiff Cassini–Huygens. Gefunden auf Sci-Fi-O-Rama. Und noch einmal aus aktuellem Anlasse: Auf tor.com wurde eine Sammlung von verschiedenen Bildern inspiriert durch Bradburys Geschichten zusammengestellt. Ein Blick lohnt sich.

Auch weil wir jüngst selbst über Ähnliches geschrieben haben: Bei der Mädchenmannschaft erschien gestern ein interessanter Beitrag u.a. über sexualisierte Bilder im Fernsehen und der Popkultur (und was das eigentlich mit uns macht). Siehe dazu auch die bizarre Sammlung von Broke-back-Bildern hier.

Und damit zu einer ernüchternden Nachricht. Bilder sexualisierter Männer und Frauen nehmen wir verschieden wahr. Allgemein gilt: Werden Bilder von Menschen auf den Kopf gestellt, brauchen wir länger, um diese zu erkennen. Bei sexualisierten Posen gilt das allerdings nur noch für Männer. Sexualisierte Frauenkörper werden dagegen gut erkannt, so wie sonst Objekte.

China Miéville spricht mit Tom Chatfield über sein neues Buch Railsea. Es handelt von Eisenbahnen und riesigen Maulwürfen. Ist das nicht toll? Nebenbei hat der Mensch auch einige kluge Bemerkungen über die kulturelle Tradition von Zügen auf Lager:

We are so steeped in the tradition of railways as a single line cutting through the wilderness. But if, for example, you read Stefan Grabinski or you read Bruno Schultz, there is this beautiful rumination on the sidings of history. Pynchon also has that thing of thinking of time as a proliferation of lines. So there is a tradition you can tap into that completely inverts what has become the cliché, and focuses instead on branching lines, on sidings, on reversibility and on the breaching of timetables—and you end up with a notion of rails that can be an ineffable symbol of potentiality. I liked the idea of trying to honour that alternative tradition. But that’s all post-facto to the basic gag—and it is a gag—of someone shouting „there she blows!“ and it’s a mole, not a whale.

Außerdem Amüsantes auf Entdinglichung: „Im Programm der konservativen Katholikin Phyllis Schlafly trat diesen Monat Brian Sussmann auf. Er vertrat die These, dass Karl Marx und Friedrich Engels, die Kapitalismus und Christentum hassten, bereits 1883 die These von der globalen Erwärmung erfunden hatten, um der Wirtschaft zu schaden.“

Und weniger Amüsantes u.a. auf dem Borderhouse-Blog. Verschiedene Menschen haben sich kritisch mit dem aktuellen Trailer für Hitman Absolution auseinandergesetzt, in dem Gewalt an Frauen stilisiert und sexualisiert wurde (der Protagonist tötet eine Gruppe von Frauen in knappen Leder-Nonnen-Outfits, was nebenbei bemerkt anscheinend rein garnichts mit der Handlung des Videospiels zu tun hat). Keza MacDonald fasst das wunderbar zusammen:

What are you, the Straight Male Gamer to whom Hitman is primarily marketed, supposed to feel when you’re watching this trailer? Are you supposed to be turned on by the nuns, or the violence, or both? This is fetishizing violence – specifically, it’s fetishizing violence against women, which is just not a message you want to be associated with your video game.